Fische13 Minuten

Welche Fische eignen sich für das erste Aquarium?

5 Auswahlregeln, 7 beste Anfängerarten, eine „nicht für Einsteiger“-Liste, Beispielbesatz für 54/100/200 L und Kompatibilitätsregeln.

Deine ersten Fische entscheiden zu 80 % darüber, ob dieses Hobby hält oder du nach zwei Monaten wieder aufgibst. Schlecht gewählte Fische verursachen Probleme, die kein Dünger-Rechner lösen kann — sie sterben, streiten, wachsen nicht oder werden zu groß fürs Becken.

Dieser Ratgeber führt dich durch 5 Auswahlregeln, die 7 besten Arten für Anfänger, eine „Damit nicht anfangen"-Liste, Beispielbesätze für 54 L / 100 L / 200 L und Regeln zur Vergesellschaftung. Am Ende gibt es ein FAQ aus der Praxis.

Voraussetzung: Das Becken muss eingefahren sein, bevor die ersten Fische einziehen. Wenn du nicht weißt, was das bedeutet, starte mit unserem Ratgeber zum Stickstoffkreislauf.

1. Fünf Regeln für die ersten Fische

Regel 1. Dein Leitungswasser > deine Traumart

Das einfachste Becken ist eines, dessen Wasserwerte zu deinem Leitungswasser passen. Hartes Wasser (GH 15+, pH 7,5+) — vergiss Diskus. Weiches Leitungswasser (GH 4, pH 6,8) — Neonsalmler und Amazonasfische sind perfekt, afrikanische Buntbarsche sind raus.

Teste dein Leitungswasser (GH/KH/pH) bevor du den Besatz auswählst. Mehr in unserem Ratgeber zu den Wasserwerten.

Regel 2. Fischgröße vs. Beckengröße — „1 cm pro 1 L" ist ein Mythos

Die alte Regel „1 cm Fisch pro 1 L Wasser" ist zu stark vereinfacht. In der Praxis zählt:

  • Endgröße (nicht die aktuelle — Fische wachsen meist auf das 2- bis 3-fache).
  • Schwimmraum — ein Kampffisch braucht wenig, ein Goldfisch viel.
  • Filterleistung (3–5× Beckenvolumen pro Stunde).
  • Aktivitätsniveau — Schwarmfische brauchen horizontalen Raum, auch wenn sie klein sind.

Praktische Regel: für 54 L — maximal 12–15 kleine Fische (unter 5 cm). Für 100 L — ca. 25 kleine oder 10 mittelgroße. Für 200 L — genug Platz zum Planen.

Regel 3. Temperament — friedlich, halbaggressiv, aggressiv

Fische haben Charaktere. Für den Anfang bleib bei friedlichen Gesellschaftsarten — weniger Kämpfe, weniger Flossenbeißen, weniger Tote. Klassischer Fehler: einen Sumatrabarben in ein Neonbecken setzen (er beißt ihnen die Flossen an).

Regel 4. Schwarmfische müssen im Schwarm leben

Neonsalmler, Kardinalfische, Panzerwelse, Otocinclus, Bärblinge — alles Schwarmfische, die allein gestresst sind. Mindestens 6, ideal 8+. Drei Neonsalmler sind drei gestresste, farblose, krankheitsanfällige Fische — kein Schwarm.

Regel 5. Beckenzonen — oben / Mitte / unten

Ein guter Besatz füllt das ganze Becken und klumpt nicht in einer Ebene. Vereinfachte Zonen:

  • Oben: Guppys, Kampffisch, Labyrinthfische (Fadenfische), lebendgebärende Arten.
  • Mitte: Neonsalmler, Kardinalfische, Bärblinge, Barben, Skalare.
  • Unten: Panzerwelse, Harnischwelse, Otocinclus, Algenfresser.

2. Sieben Arten, perfekt für den Einstieg

Neonsalmler (Paracheirodon innesi)

  • Warum: der Klassiker. Bunt, friedlich, tolerant. Ein wunderschöner Schwarm in jedem Becken.
  • Becken: ab 54 L.
  • Schwarm: mind. 8 (ideal 10–12).
  • Wasserwerte: pH 6,0–7,0; GH 2–8; Temp. 22–26 °C.
  • Hinweis: empfindlich gegenüber instabilen Werten — eingefahrenes Becken nötig.

Kardinalfische (Tanichthys albonubes)

  • Warum: der einfachste Aquarienfisch überhaupt. Verträgt eine breite Parameterspanne, kühleres Wasser, Anfängerfehler.
  • Becken: ab 54 L.
  • Schwarm: mind. 6.
  • Wasserwerte: pH 6,5–8; GH 5–20; Temp. 18–24 °C.
  • Hinweis: mag kein warmes Wasser (> 26 °C).

Guppys (Poecilia reticulata)

  • Warum: dramatische Farben, lebendgebärend (du siehst schnell Jungfische), vertragen hartes Wasser.
  • Becken: ab 54 L.
  • Schwarm: mind. 1 Männchen + 2 Weibchen (ein einzelnes Männchen setzt ein einzelnes Weibchen zu Tode).
  • Wasserwerte: pH 7,0–8,0; GH 8–20; Temp. 22–26 °C.
  • Hinweis: vermehren sich rasant — in 100 L kannst du in einem Jahr 50 Guppys haben.

Platys (Xiphophorus maculatus)

  • Warum: ruhiger als Schwertträger, genauso bunt, robust. Lebendgebärend.
  • Becken: ab 80 L.
  • Schwarm: 2–4 (eher Weibchen — weniger Gerangel).
  • Wasserwerte: pH 7,0–8,0; GH 8–18; Temp. 22–26 °C.

Metall-Panzerwels (Corydoras aeneus)

  • Warum: Klassiker für den Bodenbereich, räumen Futterreste auf, lustig zu beobachten, sehr friedlich.
  • Becken: ab 80 L (100 L empfohlen).
  • Schwarm: mind. 6 (Schwarmfisch!).
  • Wasserwerte: pH 6,5–7,5; GH 4–12; Temp. 22–26 °C.
  • Hinweis: brauchen weichen Bodengrund (Sand) oder abgerundeten Kies — scharfkantiger Kies verletzt ihre Barteln.

Betta splendens (Siamesischer Kampffisch) — solo

  • Warum: ein Fisch, viel Persönlichkeit, wunderschöne Flossen. Ideal für ein 30–40 L Becken.
  • Becken: ab 30 L (nicht ein 5 L Glas).
  • Besatz: ein Männchen, optional mit ein paar Amanogarnelen.
  • Wasserwerte: pH 6,5–7,5; GH 5–15; Temp. 24–28 °C.
  • Hinweis: niemals mit anderen Kampffisch-Männchen. Nicht mit Guppys (der Betta zerfleddert deren Flossen). Nicht mit Barben.

Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha)

  • Warum: wunderschöner Schwarm, friedlich, etwas robuster als Neonsalmler.
  • Becken: ab 80 L.
  • Schwarm: mind. 8.
  • Wasserwerte: pH 6,0–7,5; GH 2–10; Temp. 24–28 °C.

3. Womit du am Anfang nicht starten solltest

Diskus (Symphysodon)

Braucht 200+ L, stabile Werte, 28–30 °C, täglich oder wöchentlich 30–50 % Wasserwechsel. Wird bei kleinstem Stress krank. Preis: 20–100 € pro Fisch. Nichts für Anfänger.

Skalare mit voller Befederung (Pterophyllum scalare)

Brauchen mind. 150 L (hoch), werden in der Brutzeit aggressiv. Fressen Neonschwärme. Werden 15+ cm groß.

Piranhas

Brauchen riesige Becken (300+ L), in der Handhabung gefährlich, kein Gesellschaftsfisch.

Oscar (Astronotus ocellatus)

Wird 30+ cm groß. Braucht 400+ L. Frisst kleine Fische.

Chinesischer Algenfresser (Gyrinocheilus aymonieri)

Im Laden täuschend harmlos. Als adulter Fisch (20+ cm) aggressiv, attackiert andere Fische, hört auf, Algen zu fressen. Wird oft mit dem Siamesischen Rüsselbarben (Crossocheilus oblongus, SAE) verwechselt — dem echten Algenfresser.

Goldfisch (Carassius auratus)

Kaltwasserfisch (18–22 °C) — unverträglich mit allen Tropenfischen. Braucht 100+ L für 2 Fische (verschmutzt stark). Niemals in ein warmes Tropenbecken setzen.

Sumatrabarbe (Puntigrus tetrazona)

Schöne Farben und sehr lebhaft, zupft aber an den Flossen friedlicher Fische (Neonsalmler, Guppys, Kampffische). Nur mit anderen Barben oder robusten Fischen (z. B. Fünfgürtelbarbe).

4. Beispielbesätze

54 L Becken (60×30×30 cm)

Das kleinste sinnvolle Becken für Anfänger. Schränkt die Artenwahl ein. Varianten:

  • „Klassiker": 8 Neonsalmler + 5 Metall-Panzerwelse + 1 Blauer Antennenwels.
  • „Betta": 1 Kampffisch + 5 Amanogarnelen + 3 Otocinclus.
  • „Lebendgebärer": 1 Männchen + 3 Weibchen Guppys + 5 Panda-Panzerwelse + 5 Kardinalfische.

100 L Becken (80×35×35 cm)

Der Sweet Spot für Anfänger. Mehr Möglichkeiten, mehr Stabilität:

  • „Amazonas": 12 Neonsalmler + 8 Kardinalfische + 6 Metall-Panzerwelse + 1 Antennenwels.
  • „Asiatisch": 10 Keilfleckbärblinge + 8 Kardinalfische + 5 Panzerwelse + 1 Zwergfadenfisch.
  • „Bunt": 3 Platys + 2 Schwertträger + 8 Neonsalmler + 5 Metall-Panzerwelse.

200 L Becken (120×40×40 cm)

Freiheit. Du kannst größere Gruppen mischen und „Flaggschiff"-Arten dazunehmen.

  • „Großer Schwarm": 20 Neonsalmler + 10 Kardinalfische + 8 Panzerwelse + 2 Antennenwelse + 6 Otocinclus.
  • „Skalare + Gesellschaft": 4 Skalare + 15 Neonsalmler + 8 Panzerwelse + 1 Antennenwels. (Hinweis: Sobald die Skalare ausgewachsen sind, können kleine Neons als Snack enden.)
  • „Zwergbuntbarsche": ein Apistogramma-Pärchen + 15 Neonsalmler + 10 Kardinalfische + 8 Panzerwelse.

5. Vergesellschaftung — was passt zu was

ArtGute BeckengenossenVermeiden
Neonsalmler, KardinalfischeBärblinge, Panzerwelse, Otocinclus, Zwergfadenfisch, PlatysBarben, adulte Skalare, aggressive Kampffische
Kampffisch (Männchen)Amanogarnelen, Otocinclus, Prachtschmerlen (Kuhli)Andere Kampffisch-Männchen, Guppys, Barben, alle bunten Langflosser
Guppys, PlatysMollys, Neonsalmler, Panzerwelse, OtocinclusBarben, Kampffisch, aggressive Buntbarsche
PanzerwelseDie meisten friedlichen Fische — Neonsalmler, Guppys, Bärblinge, SkalareScharfkantiger Bodengrund (verletzt die Barteln), aggressive Fische
FadenfischeNeonsalmler, Kardinalfische, Panzerwelse, BärblingeBarben (zupfen an den Fühlern), andere Fadenfisch-Männchen
Skalare (adult)Panzerwelse, Harnischwelse, größere Salmler (Diamantsalmler)Neonsalmler (als Snack!), Guppys, Barben

Universelle Regel: ähnliche Ansprüche an die Wasserwerte + ähnliches Temperament + unterschiedliche Beckenzonen = eine gute Mischung.

6. Reihenfolge beim Einsetzen — nicht alles auf einmal

Auch bei abgeschlossener Einfahrphase überlastet ein plötzlicher Einzug von 20 Fischen den Filter und löst einen Mini-Stickstoffkreislauf mit Ammoniakspitze aus. Verteile den Besatz über 3–5 Wochen:

  1. Woche 1–2: 25–35 % des Zielbesatzes. Ideal 5–7 der robustesten Fische (Kardinalfische, Guppys).
  2. Woche 3: weitere 25–35 %. Panzerwelse, Platys, Bärblinge.
  3. Woche 4–5: der Rest, empfindlichere Arten (Otocinclus, Neonsalmler, Fadenfische).
  4. Zwischen den Chargen:NH₃ und NO₂⁻ testen. Bei > 0 eine weitere Woche warten.

7. Wo und wie kaufen

Wo

  • Lokale Aquaristikläden mit schnellem Umschlag — die Fische sitzen nicht wochenlang in schmutzigem Wasser. Frag, wann die letzte Lieferung war.
  • Private Züchter (Facebook-Gruppen, Foren, Aquaristiktage, Börsen) — bessere Preise, gesündere Fische, oft bessere Zuchtlinien. Rechne eine Woche Akklimatisierung in deine Planung ein.
  • Große Aquaristik-Ketten — okay für Standardarten, aufpassen bei Fischen, die gerade erst angekommen sind.

Worauf du im Laden achten solltest

  • Aktivität: Die Fische sollten normal schwimmen, auf Bewegung reagieren. Zusammenkauern in einer Ecke = krank.
  • Farben: lebendig und klar. Blasse, ausgewaschene Fische = Stress oder beginnende Krankheit.
  • Flossen: intakt, keine Fetzen, kein weißer Belag.
  • Körper: keine weißen Punkte (Ichthyo), keine Geschwüre, kein „eingefallener Bauch" (Abmagerung) oder auffällig aufgedunsener Leib (Bauchwassersucht).
  • Kiemen: regelmäßige Atmung, nicht „japsend" an der Oberfläche.
  • Andere Fische im Becken: Wenn im selben Becken ein sichtbar kranker oder einige tote Fische sind — aus diesem Becken nichts kaufen.

Was du vermeiden solltest

  • Fische aus der „Schnäppchen"-Ecke oder mit starkem Rabatt — meist aus gutem Grund.
  • Läden, in denen die Becken veralgt sind, das Wasser trüb ist und die Technik vernachlässigt wirkt.
  • Verkäufer, die von einem Wassertest abraten oder sagen „kannst du einfach reinkippen".

8. Akklimatisierung — die ersten 48 Stunden

Unterwegs vom Laden

  • Die Temperatur auf dem Transport sollte im Winter nicht unter 20 °C fallen (isolierte Tasche).
  • Die Tüte im Sommer nicht in der Sonne lassen — Überhitzung tötet.
  • Transportzeit max. 2 Stunden.

Zu Hause

  1. Temperatur: die verschlossene Tüte 15–20 Min. im Becken schwimmen lassen. Die Temperatur gleicht sich an.
  2. Wasserwerte: alle 5 Min. einen Teelöffel Aquarienwasser in die Tüte geben, für ca. 30 Min. (Tröpfchenmethode). Das Wasser im Laden kann andere pH-, GH- und TDS-Werte haben.
  3. Umsetzen: die Fische mit dem Kescher herausfangen, das Ladenwasser im Abguss entsorgen, die Fische ins Becken setzen. Das Ladenwasser kann Medikamentenreste, Krankheitserreger oder zu viel Ammoniak enthalten.
  4. Danach: das Licht für 2–3 h dimmen. Neue Fische sind gestresst; helles Licht macht es schlimmer.

Die ersten 48 Stunden

  • Nicht füttern in den ersten 24 h. Der Fisch passt sich an.
  • Beobachten: Aktivität, Verhalten, keine Aggression seitens der bisherigen Bewohner.
  • Nach 24 h — kleine Fütterung. Wenn nicht gefressen wird, weitere 24 h warten.
  • Wenn nach 48 h immer noch nicht gefressen oder normal geschwommen wird — du hast ein Problem. Wasserwerte prüfen, beobachten.

9. FAQ

Werden die Guppys mein Becken überfluten?

Ja, wenn du eine Mischung aus Männchen und Weibchen einsetzt. Ein Weibchen bekommt alle 4–6 Wochen 20–60 Jungfische. In 100 L hast du nach einem Jahr 50+ Guppys. Lösungen: (1) nur Männchen, (2) Jungfische in ein separates Becken setzen, (3) Fische, die Jungfische fressen (Skalare, Kampffische, Apistogramma) — wobei das grausame Pragmatik ist.

Ich habe nur 3 Neonsalmler statt 8 gekauft. Was jetzt?

Sobald wie möglich auf die Gruppe aufstocken. Drei Neons sind gestresst, verblassen, werden leichter krank. Das Becken verkraftet weitere 5 Neonsalmler (eine weitere Charge, eine Woche später). In der Zwischenzeit können Neonsalmler ruhiger werden, wenn ähnliche Arten im Becken sind (Kardinalfische, Bärblinge).

Kann ich Fische und Garnelen zusammen halten?

Die meisten Fische fressen kleine Garnelen (Neocaridina). Mit Amanogarnelen (3–5 cm) kommen die meisten Fische klar. Skalare, Fadenfische, größere Salmler fressen sogar Amanos. Am sichersten: Kampffisch + Amanogarnelen, oder ein reines Garnelenbecken.

Ich habe einen kranken Fisch gekauft. Was tun?

Sofort in ein separates Quarantänebecken (kann eine 20 L Kunststoffwanne mit Filter und Heizer sein). 2–4 Wochen beobachten, je nach Symptomen behandeln. Niemals einen kranken Fisch ins Hauptbecken setzen — er steckt die anderen an.

Kann ein Kampffisch mit Guppys leben?

Nein, nein und nochmal nein. Der Kampffisch hält die langen bunten Flossen eines Guppys für eine Bedrohung (er denkt, es sei ein anderer Kampffisch). Ergebnis: zerrupfte Guppys, zerfetzte Flossen, möglicherweise ein toter Guppy. Ein Kampffisch sollte solo gehalten werden oder mit einfarbigen, kurzflossigen Beifischen (Panzerwelse, Otocinclus, Garnelen).

Wie lange braucht ein neu gekaufter Fisch zum Eingewöhnen?

Temperatur — 20 Min. Wasserwerte — 30 Min. (Tröpfchenmethode). Volle Verhaltensanpassung und Immunsystem-Erholung — 1–2 Wochen. In dieser Zeit ist der Fisch anfälliger für Krankheiten, gute Werte und Ruhe sind also wichtig.

Wie lange muss ich das Becken nach dem Einsetzen von Fischen beobachten?

Die erste Stunde — intensiv. Die ersten 48 Stunden — mehrere Kontrollen am Tag. Die erste Woche — täglich NH₃ und NO₂⁻ testen (kommt der Filter mit?). Danach zurück zur normalen Routine.

Kann ich Fische in ein Becken mit grünem Wasser / Algenblüte setzen?

Nein. Trübes Wasser heißt, die Werte sind nicht stabil. Erst das Wasser klären (siehe unseren Ratgeber zu trübem Wasser), dann Fische.

Zusammenfassung

Die ersten Fische sind die wichtigste ästhetisch-funktionale Entscheidung in deinem Becken. Gute Entscheidungen machen das Hobby zur Freude; schlechte zur Frustration. Halte dich an 3 Kernregeln:

  1. Passe die Fische an dein Wasser an, nicht an das Instagram-Foto, in das du dich verliebt hast.
  2. Kaufe Schwarmfische im Schwarm (8+), nicht zu dritt.
  3. Verteile den Besatz über 3–5 Wochen, nicht über ein Wochenende.

Für typische 54 L: 8 Neonsalmler + 5 Metall-Panzerwelse + 1 Antennenwels ist ein Klassiker, der funktioniert. Bei 100 L hast du Freiheit — dazu ein Zwergfadenfisch, eine Gruppe Kardinalfische, was immer zum Temperament passt. Der Rest ist Zeit und Beobachtung.

Sobald sich der erste Besatz stabilisiert hat, schau in unseren Ratgeber zur Wasserwechsel-Häufigkeit — die Routine ist es, die Fische jahrelang am Leben hält.

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